Erfahrungsbericht Karrierecoaching: „Ich stand planlos im Studium und dachte mir: “Warum tue ich mir das an? Wofür?““

„Als Studierende auf der Suche nach Orientierung – Warum mir ein Karrierecoaching weitergeholfen hat“

Irgendwo als Tierarzt arbeiten? Oder doch lieber dort, wo Talent, Leidenschaft und Berufung aufeinandertreffen?

Dies ist wohl das Ziel, oder vielmehr der Wunsch vieler junger (angehender) Tiermediziner*innen.
Doch schwierig wird es dann, wenn der Dschungel der Jobwelt zu dicht und zu mächtig wirkt, sodass die eigene Platzsuche zur unüberwindbar scheinenden Herausforderung wird.

Hierbei hilft job.vet. Mit unserem Karrierecoaching helfen wir jungen Veterinärmediziner*innen auf Ihrem Weg, den passenden Platz zu finden und sich im Labyrinth der Angebote zu orientieren.

Frau Kracht hat bereits das Angebot von job.vet genutzt: Sie ließ sich von Frau Dr. Börner im Zuge eines Karrierecoachings beraten. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man – wie Frau Kracht – die eigenen Pläne und Träume, in die Tat umsetzten möchte.
Frau Kracht möchte helfen, Zweifel zur Seite zu schieben und dazu animieren, sich bei Ratlosigkeit die Hilfe von Experten zu Nutze zu machen.

Wie ein Karrierecoaching ablaufen kann und welche positiven Veränderungen das mit sich bringt, erzählt sie uns im Interview.

TVD: „Wie haben Sie über das Karrierecoachings bei job.vet erfahren?“

Frau Kracht:Über einen Vortrag von TVD habe ich von dem Angebot des Karrierecoaching gehört. Zu dem Zeitpunkt haben sich sukzessiv meine Pläne und Träume, weswegen ich das Studium begonnen hatte, zerschlagen. Ich stand also planlos im Studium und dachte mir vor jeder Prüfung: “Warum tue ich mir das an? Wofür?”.“

TVD: „Also standen Sie vor einer Herausforderung, die schwer zu überwinden erschien, wo Ihre Reise hingehen soll. Wie sind Sie mit dieser Ratlosigkeit weiter verfahren?“

Frau Kracht: „Manche Freunde sagten, dass sich schon irgendwas finden wird und als Tierarzt*in kann man ja gefühlt überall arbeiten. Man würde im PJ Möglichkeiten haben. Aber wenn ich nicht mal weiß, wo ich nun hinsoll, kann ich auch schlecht irgendwo einfach ein Praktikum machen. Nachdem ich mit Freunden geredet habe und meine Googlesuche (“Als was kann man als Tierarzt*in arbeiten”) weitestgehend erfolglos abgeschlossen hatte, dachte ich, es kann ja nicht schaden, wenn ich nun noch ein Karrierecoaching mitmachen kann. Zwar hatte ich in meiner Jugend schon eine qualitativ minderwertige Berufsberatung, nichtsdestotrotz wollte ich es noch mal versuchen – und was hatte ich schon zu verlieren?“

TVD: „Hatten Sie im Vorfeld Bedenken bei dem Gedanken des Coachings?“

Frau Kracht: „Ja, denn andererseits habe ich doch schon alles ergoogelt. Was sollte man mir schon Neues erzählen? Und so drehte sich mein Gedankenkarussel der Zweifel…

Ich schrieb also eine lange Mail mit meinen Sorgen, Bedenken, Zweifeln …und schickte sie nicht ab, weil es mir zu peinlich war und ich damit auch niemanden belästigen wollte- sind ja schließlich meine Probleme!“

TVD: „Aber anscheinend konnten Sie Ihre Bedenken dennoch überwinden. Hat es sich denn in Ihren Augen rentiert uns zu kontaktieren?“

Frau Kracht: „Zum Glück habe ich sie dann am nächsten Tag doch abgeschickt, denn das hat mir unglaublich geholfen.“

TVD: „Das freut uns natürlich sehr zu hören. Mögen Sie kurz schildern, wie Ihr Coaching dann ablief?“

Frau Kracht: „Eine Antwort kam schnell und im Anhang ein kurzer Fragebogen, welchen ich ausfüllte und zurückschickte. Dabei fühlte ich mich auch frei, nicht passendes zu ergänzen und daneben zu ´kritzeln´.

Als wir dann das Onlinemeeting hatten, war ich etwas aufgeregt. Die Frage, wie kann man mitten im Studium keinen Plan davon haben kann, wo man hinmöchte, Schoß mit durch den Kopf. Aber ich kann sagen: Selbst mir konnte Dr. Börner weitestgehend die Zweifel nehmen und so redeten wir viel…..“

TVD: „Das klingt nach einem sehr harmonischen und vor allem zielführenden Gespräch auf Augenhöhe. Wie ging es dann weiter?

Frau Kracht: „Wir gingen den Fragebogen durch und besprachen verschiedene Richtungen. Was interessant war, weil Dr. Börner ebenfalls die Epidemiologie Forschung erwähnte, welches eine Freundin unabhängig davon kurz davor erwähnte. So griff ich diesen Gedanken erneut auf und wir redeten über die Vor- und Nachteile. Denn meine Sichtweise auf diesen Berufszweig war doch nicht der Realität entsprechend.

TVD: „Hatte Frau Dr. Börner wertvolle Tipps für Sie, bzw. konnten sie Angriffspunkte festmachen, wie Sie ihr neu versiertes Ziel besser erreichen könnten?“

Frau Kracht: „Es war ein sehr ehrliches Gespräch. Frau Dr. Börner legte mir nahe, dass ich meine Englischschwäche und die damit verbundenen Einschränkungen nicht aufgeben und weiter daran arbeiten sollte. Sie nannte mir auch Beispiele, wie ich besser lernen kann und was es für Möglichkeiten gäbe.“

TVD: „Wie sah es mit den oben erwähnten Selbstzweifeln aus, konnten diese aus dem Weg geräumt werden?“

Frau Kracht: „Ja, wir redeten auch über die Selbstzweifel, denn mit diesen Noten kann man sich ja nirgends bewerben. So korrigierte mich Frau Dr. Börner, dass lediglich 15% der Arbeitsplätze über Stellenanzeigen laufen und man oft über Vitamin B oder Praktika etc. an eine Arbeitsstelle kommt – war äußerst beruhigend.“

TVD: „Wie ging es dann für Sie weiter?“

Frau Kracht: „Unerwarteterweise ergab sich dann sogar noch durch Zufall eine Doktorarbeit, an der ich nun parallel arbeite und ich muss sagen: mit Ziel, wofür ich im Studium durchhalte, lernt es sich einfach viel besser!“

TVD: „Rückblickend auf das gesamte Coaching: Was würden Sie (angehenden) Veterinärmediziner*innen raten?“

Frau Kracht: „Ich kann jedem ans Herz legen, sich genau wie ich- trotz der Zweifel und dass es einem selbst peinlich ist- zu melden.  Traut Euch, es lohnt sich!“

Wir bedanken uns sehr bei Frau Kracht für dieses ehrliche Feedback und hoffen, dem ein oder anderen, eine Idee gegeben zu haben, sich aus dieser Situation zu befreien.